ADAC Formel Masters: Florian Herzog beim „Heimspiel“ vom Pech verfolgt
Am vergangenen Wochenende stand die dritte Veranstaltung der ADAC Formel Masters auf dem Programm. Das Rennen wurde auf dem fahrerisch anspruchsvollen Sachsenring ausgetragen. Der aus Dresden stammende Mücke Motorsport Pilot Florian Herzog freute sich somit auf ein echtes „Heimspiel“.
Auf der anspruchsvollen Strecke mit zahlreichen Bergauf- und Bergab-Passagen startete Florian Herzog nach konkurrenzfähigen Zeiten im Training aus der sechsten Reihe ins Auftaktrennen. Doch bereits in der Einführungsrunde streikte die Technik, sodass der Nachwuchsfahrer zur vorzeitigen Aufgabe gezwungen wurde.
Anschließend wurden die Einstellungen des Autos in rekordverdächtiger Zeit vom Technikteam überprüft und optimiert – somit konnte der Kampf im zweiten Lauf wieder aufgenommen werden. Auf der Tribüne wurde der Dresdner von seiner Familie und zahlreichen Freunden lauthals unterstützt. Die private Fangemeinde kam sofort auf ihre Kosten: Nach einem optimalen Start nahm der talentierte Fahrer den Kampf an und lieferte sich atemberaubende Duellen auf dem 3,645 Kilometer langen Kurs. Der Mücke Motorsport Pilot setzte sich letztendlich auf Platz neun fest und verteidigte diese Position bis ins Ziel.
Nach der Top 10 Platzierung hatte sich Florian Herzog auch für das Abschlussrennen im eigenen Wohnzimmer viel vorgenommen. Erneut erwischte der Dresdner einen guten Start. Aufgrund der Startposition in der fünften Reihe musste er sich aber zunächst im Mittelfeld mit ordentlichem Drang nach vorne einreihen. Der dritte Lauf entwickelte sich jetzt zu einem knallharten Kampf. Kurz nach einigen erfolgreichen Attacken kam es dann aber zu einer heftigen Kollision im vorderen Feld. Trotz eines reaktionsschnellen Ausweichmanövers crashte Florian Herzog wie zwei weitere Konkurrenten in das in einer unübersichtlichen Kurve abgestellte Bergungsfahrzeug. Mit einer leichten Beinverletzung überstand der Nachwuchsfahrer den Zusammenstoß in der zweiten Runde. Das Auto hingegen hatte nur noch Schrottwert. Direkt nach dem Unfall flatterte die rote Fahne in der Luft: Das Rennen wurde vorzeitig beendet – da es keinen Restart gab fiel der dritte Lauf komplett aus der Wertung heraus.
Ein wenig enttäuscht und kritisch kommentierte Florian Herzog die Schrecksekunden des Abschlussrennens: “Die geschwenkte gelbe Flagge war viel zu spät sichtbar und in dieser schwierigen Kurve war ein Ausweichen nur auf der allerletzten Rille möglich.”
Das Rennen auf dem Sachsenring verlief aufgrund des technischen Defekts und des unverschuldeten Crashs nicht optimal. Trotzdem zeigte Florian Herzog, dass er ohne unvorhersehbare Zwischenfälle bestens mit der Konkurrenz mithalten kann.
Das nächste Rennen wird der Mücke Motorsport Pilot vom 14. bis 15. Juli auf dem Nürburgring absolvieren, dort findet dann die vierte Veranstaltung der ADAC Formel Masters statt.
Internet: www.fh-racing.de























